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Von der Sportplatzruine zur Baseballanlage

Im Jahr 1996 fiel die Entscheidung den Vereinssitz nach Minden zu verlegen. Nach dem Abzug der Britischen Streitkräfte lagen dort viele Sportflächen über Jahre brach und so war auch schnell ein Gelände für die Millers gefunden - das ehemalige Cricketfield in den Kingsley Barracks.

Mit einem Sportplatz hatte die Wiese nicht mehr viel gemeinsam, was sich aber bald unter Einsatz vereinter Kräfte der Millers und durch die wohlwollende Unterstützung der Stadt ändern sollte.

Am Anfang gab es einen Plan und eine Vision. Am Ende stand ein Baseballfeld mit Aschenlaufbahn, Mound und Backstop. Hinzu kam der Traum vom eigenen Haus. Zwischen dem Traum und dem vollendeten Ballpark lagen mehrere Jahre harter kontinuierlicher Arbeit.

Als 1997 die Arbeiten begannen, wurde als erstes die noch vorhandene Kunstrasen Bahn des alten Cricketfield entfernt und die Ausrichtung des Spielfeldes festgelegt. Dann stachen die Millers die Graskanten des Innfields ab, damit schließlich eine vom Grünflächenamt beauftragte Firma die Aschenbahn anlegen konnte. Mitte des Jahres wurde der Backstop in Eigenleistung errichtet. Die wilde Wiese wurde regelmäßig gemäht und gewalzt, so dass sie sich langsam aber sicher wieder in einen Sportrasen verwandelte. Sand und Mutterboden wurden verteilt, um Unebenheiten auszugleichen und für einige Millers schien der tägliche Gang über das Feld, bewaffnet mit Eimerchen und Schäufelchen schon zu einer zwanghaften Handlung zu werden. So nahm der Platz langsam gestalt an und nach der 97er Saison, mit Doppelbelastung durch Platzbau und Spiele auf dem (Fußball-) Ausweichplatz am Weserstadion, konnten die Millers 1998 das erste Spiel im Miller Park austragen.

Fast noch mehr Arbeit bedeutete die Übernahme des neben dem Feld gelegenen Umkleide- und Duschgebäudes. Nach einer notwendigen Dachsanierung ging es ans Innenleben. Die ersten Duschen waren 2001 nutzbar und im Winter 2002/2003 nahmen - dank des unermüdlichen Einsatzes von Martin Carden - endlich auch die Umkleideräume gestalt an. Inzwischen sind die meisten Räume gestrichen und nutzbar.

Um Haus und Hof haben sich mittlerweile eine Reihe weiterer Annehmlichkeiten angesammelt, wie ein Container zur Lagerung von Geräten und ein Battingcage.