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Millers weiterhin ungeschlagen
Datum: 22.07.2014
Hoher Auswärtssieg in Werl

Am vergangenen Samstag, den 19.07.2014 machten sich 12 mehr oder weniger einsatzbereite Spieler der Minden Millers auf den Weg nach Werl, um dort erstmalig im Wolfspark zu spielen. Bei Temperaturen von deutlich über 30 ° C war niemand sonderlich erpicht darauf, das klimatisierte Auto zu verlassen, aber es lohnte sich dann doch. Zum einen war man auf Seiten der Gäste nicht nur überrascht über den Millers-Schriftzug auf der Begrüßungstafel, zum anderen war man erfreut auf einer so schönen Baseball- und Softball-Anlage spielen zu können.

Zum Spiel: Nahezu in Bestbesetzung angetreten konnte Teammanager Achim Vorkamp in aller Ruhe sein line-up erstellen. Die Schlagreihenfolge und Aufstellung lautete: 1) Ilja Schmoller (first base), 2) Marco Welz (third base), 3) Ramon Reschke (right-field), 4) Semjon Schmoller (DH), 5) Sean Payne (catcher), 6) Thomas Bolzendahl (second base), 7) Felix Bauch (short-stop), 8) Dario Ehrhardt (left-field), 9) Stefan Richter (center-field) und Dennis Hasfeld (pitcher).

Gleich in der ersten Offensive wollten die Mindener zeigen, dass sie zu Recht als Tabellenführer und voller Selbstbewusstsein angereist waren. Mit den zackigen Würfen von Pitcher Wieczorek hatte man von Beginn an keine großen Probleme, eher mit der eigenartigen Strikezone des Schiedsrichters. Dennoch: Einige hits (darunter doubles von Welz und Bauch) und base-on-balls führten in der Summe zu sechs Punkten. In der Verteidigung war Hasfeld im Zusammenspiel mit Payne gut aufgelegt und schickte sogleich zwei Angreifer der Wölfe per strike-out zurück auf die Bank. Unterstützt wurde er durch Ehrhardt, der in seiner unnachahmlichen Art einen flyball direkt aus der Luft fing, der schon beinahe im outfield-Zaun eingeschlagen wäre. Neuhaus punktete für die Werler, bevor es für die Millers wieder hieß: Angriff.

Das zweite Inning startete für Welz mit einem schönen basehit. Mit seinem steal erreichte er die zweite Base und durch einen wild-pitch dann die dritte. Bei einem weiteren wild-pitch sah Welz seine Chance die homeplate zu erreichen, tat dies auch, wurde aber vom plate-ump aus gegeben, sehr zum Unmut von Vorkamp und seinen Teamkollegen. Als der tag von Wieczorek Welz Schulter berührte, hatte dessen Fuß bereits Kontakt zur homeplate. Ärgerlich, diese (Fehl-)Entscheidung, aber leider nicht zu ändern. Dennoch punkteten die Millers, u.zw. durch Semjon Schmoller, der auf Paynes double die zwischenzeitliche Resultatsverbesserung auf 7:1 erlief. Die Defensive der Gäste ließ sich nicht beirren und erzielte durch Welz und Hasfeld drei sichere Aus. Somit stand die erste Null auf der Anzeigetafel.

Das drittte Inning startete erfolgversprechend, indem Ehrhardt per Schlag auf Base kam, aber durch einen missglückten Versuch zur dritten Base zu gelangen prompt das erste Aus darstellte. Richter und Ilja Schmoller punkteten auf den Schlag von Welz, der zudem den dritten Punkt des Innings schaffte. Beim Stand von 10:1 übernahm erneut Hasfeld den Mound und ließ mit seiner Hintermannschaft nichts anbrennen – wieder ein Nuller.
Im Folgeinning ging dann bei den Werler Wölfen so gut wie gar nichts mehr, bzw. die Millers drehten nun richtig auf: Payne schlug sein nächstes double (viel fehlte da nicht am homerun) und danach folgte die gesamte Schlagformation der Gäste nahezu zweimal, u.a. Leo Mesa, der Semjon Schmoller als DH ablöste. Begünstigt durch drei Feldspielfehler der Wölfe erzielten die Millers Punkt um Punkt. Highlight hierbei war sicherlich Paynes drittes double in Folge, was nicht nur Neuhaus im leftfield der Wölfe scheinbar zur Verzweiflung brachte, auch die Tatsache, dass die Mindener sechs ihrer neun Runs in diesem Inning bei zwei Aus erzielten. Nach so einer lang andauernden Offensive musste Hasfeld erst wieder zurück ins Spiel finden. Er ließ die ersten beiden Angreifer kampflos auf Base, konnte sich aber auf Ehrhardt im leftfield verlassen, der, wie gewohnt, alles weg fing, was angeflogen kam. Das Spiel beendete Hasfeld dann mit seinem fünften strike-out des Tages.

Spieler des Tages wurde auf Mindener Seite Sean Payne, der als Catcher hinter der Platte Ruhe und Sicherheit ausstrahlte und nie die Übersicht verlor. Offensiv übertraf er sogar noch Marco Welz (4 Hits, 4 RBI, 3 Runs) mit 4 Hits (3 double + 1 single), 5 RBI und 3 Runs.

Fazit: Die Anzahl der erzielten Hits allein spricht Bände und verdeutlicht den Klassenunterschied an diesem Tage zwischen den beiden Teams, wobei man fairer weise erwähnen muss, dass die Millers ein überwiegend routiniertes und eingespieltes Team stellen, wogegen auf Seiten der Werler Wölfe zahlreiche junge Spieler heranwachsen, die bestimmt in Zukunft ihren Weg machen werden.

Ausblick: Am kommenden Wochenende spielen die Minden Millers dann wieder im heimischen Millers Park. Diesmal allerdings erst am Sonntag, den 27.07.2014 um 15:00 Uhr. Zu Gast werden die Rheine Maverick sein. Man hofft auf zahlreiche Zuschauer und ein gutes unterhaltsames Spiel, bei gutem Wetter, begleitet von der bekannten Barbecue-Atmosphäre.

AV#9


Boxscore 1

MillersWlfe
Inning 161
Inning 210
Inning 330
Inning 491
Inning 5--
Inning 6--
Inning 7--
Inning 8--
Inning 9--
Runs192
Hits171
Error35

123456789RunsHitsError
Millers6139-----19173
Wlfe1001-----215